Auckland

März 22, 2010 at 3:26 am (Uncategorized)

3.3.
Der Nachtflug von Bandar Seri Begawan verläuft unspektakulär (sic!). Wir müssen die Uhren 5 Stunden vorstellen, damit sind wir 11 Stunden vor MEZ. In Richtung Osten macht mir der Jetlag nichts aus (man wird später müde und wacht spät auf) als umgekehrt. Die Zollkontrolle achtet vor allem auf „Biosecurity“, nichts an Fauna und Flora darf eingeführt werden. So wird Dorothea die Pfauenfeder vom Thaipusam und ich den Flugsamen von Borneo los, den ich doch eigentlich im Physikunterricht vorführen wollte. Aber die Muscheln aus Semporna dürfen wir behalten. Die Luft ist wunderbar lau, denn wir befinden uns im Ende des Südsommers. In Auckland haben die Kiwi (die weißen Einwanderer) die Mehrheit, aber man
sieht viele Maori. Vor allen die Frauen fallen wegen ihrer Größe und ihrer Körperfülle auf. Sie wirken alle freundlich und sehr entspannt.
Ein Schock ist die Taxifahrt. Für die knapp 20km zum „Oakland Lodge“ bezahlen wir 72$ (etwa 35€). Dabei ist unsere Unterkunft in einem alten Holzhaus sehr gemütlich, wie die ganze Umgebung einen nostalgischen Charme hat. Nachmittags fahren wir mit dem Stadtbus ins Zentrum. In einem Outdoorladen kaufen wir gute und günstige Schlafsäcke (die alten haben wir in der Mongolei verschenkt, denn in den Tropen brauchten wir sie nicht.

Fährhaus in Auckland

Fährhaus in Auckland

Im Zentrum von Auckland sieht man nur noch wenige historische Gebäude mit viktorianischen Charakter, die von den Stahl- und Glasriesen überragt werden. Trotzdem ist der Hafen mit seinem bergigen Horizont eine echte Augenweide. Unsere Absicht, den Fernsehturm zu besteigen, scheitert am unangemessenen Preis (28$ pP). Schwierig gestaltet sich die Suche nach einem Lebensmittelladen. Obwohl ich die lange Einkaufsstraße noch einmal ganz zurücklaufe, findet sich kein Geschäft, wo man Käse und Wurst kaufen kann. Schließlich finde ich das Gesuchte in einem Delikatessenladen.
Nach der Rückkehr entscheide ich mich spontan zu einem Lauf (endlich ohne Schweiß!) zum nahelegenen Mt. Eden, und bin begeistert.
Krater des Mt Eden

Krater des Mt Eden

Mt.Eden ist ein Vulkan mit einem wunderbaren tiefen Krater, auf dessen Gipfel nur vereinzelt knorrige Bäume stehen, und von dem man einen ungestörten Rundblick hat.
Auckland vom Mt Eden

Auckland vom Mt Eden

Auckland ist nämlich die einzige Großstadt, die an einem Isthmus der Nordinsel gleichzeitig an zwei Ozeanen liegt. Der Hafen führt in den Indischen Ozean und im Osten sieht man den Pazifik. Mt Eden ist für die Maoris ein heiliger Ort, und tatsächlich herrscht hier oben eine starke, beeindruckende Stimmung.
Abends machen wir noch einen Spaziergang durch das Viertel, das durch niedrige wirkende Holzhäuser gemütlich wirkt und durch seine vielen Kneipen ein echtes Nachtleben hat. Das gab es in den Tropen nicht!

4.4.
Um 8.30 Uhr fahre ich mit dem Flughafenbus, um unseren Mietwagen abzuholen. Fast wäre er an mir vorbeigerauscht, aber im letzten Moment bemerkt der Fahrer mein heftiges Winken. Am Flughafen winke ich ein Taxi herbei, aber der Fahrer will 30$ für die 2 km bis zur Autovermietung haben. Da laufe ich lieber! Die Prozedur dauert Stunden und kostet unerwartet viel Geld für Versicherung, Gebühren, Einwegkosten usw. Aber es ist ein großes VW-Modell mit Dieselmotor, verfügt über WC und Dusche. Ich muss mich erst an die Länge und die Schaltung gewöhnen und natürlich die Umstellung auf Linksverkehr. Ich hole Dorothea und unser Gepäck in Mt Eden ab und es ist Zeit, wieder zum Flughafen zu fahren, um Kika und Peter, Martina und Markus abzuholen. Während sie Dorothea am Ausgang abwartet, mache ich den Großeinkauf für die Selbstversorgung. Das passt gut zusammen und so fahren wir zu sechst zu einer anderen Autovermietung, so dass wir paarweise ein Auto haben. Wir fahren zu einem nahegelegenen Übernachtungsplatz namens Ambury Reg. Park, der in einer Bucht bei Auckland gelegen ist.

Landschaftsbild vom Ambury Park

Landschaftsbild vom Ambury Park

Ein ausgedehntes Gelände, auf dem sich die wenigen Gäste verlieren. Man wirft die Anmeldung und die Übernachtungsgebühr in einen Briefschlitz des unbesetzten Verwaltungshauses. Es gibt gute Sanitäranlagen und außerdem gemauerte gasbetriebene BBQ-
Stellen, die einfach durch Knopfdruck angestellt werden.

5.3.
Heute fahren wir mit einem Auto nach Auckland und genießen den Ausblick vom Mount Eden. Ich lasse mich von Markus ins Zentrum leiten und wir finden einen Parkplatz direkt am Hafen. Die Hafenpromenade ist sehr modern und aufwändig gestaltet. Peter ist begeistert über die zahlreichen Großyachten, die hier liegen, darunter auch die neuseeländischen America’s Cupper. Wir tauschen meinen Schlafsack um, weil er zu klein war. Anschließend geht es durch den dichten Berufsverkehr zurück zum Flughafen, wo wir mit drei Autos Richtung Süden
starten. Unser erstes Ziel ist nach zwei Fahrstunden Waihi Beach an der Pazifikküste.

pazifischer Strand

pazifischer Strand

Obwohl kaum Wind herrscht, läuft eine meterhohe Dünung mit parallelen Wellenkämmen an den Strand. Wellenreiter nutzen das letzte Tageslicht. Wir fahren mit den Wohnmobils an eine stille Bucht, in der zwar das Übernachten verboten ist, aber wir viel Platz und brauchbare Sanitäranlagen vorfinden.

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