Abschied von den Tropen

März 2, 2010 at 3:14 am (Uncategorized)

27.2.
Um 7.45Uhr holt uns ein Taxi ab und bringt uns zum Flugplatz nach Tawau, wo wir viel zu früh eintreffen. Statt eines Frühstücks bekommen wir im Flughafenrestaurant nur einen Teller ungenießbarer Nudeln. Um 10.10Uhr fliegen wir erst nach Sandakan und dann nach Kota Kinabalu weiter.

Mt Kinabalu aus der Luft

Mt Kinabalu aus der Luft

Auf dem Flug genießen wir noch einmal den Blick auf den Mount Kinabalu.Leider haben wir in KK 4 Stunden Zwangspause. Da wir die Fluglinie wechseln, müssen wir mit unserem Gepäck per Taxi zum anderen Terminal gebracht werden. Der Flug nach Bandar Seri Bengadan dauert nur 20 Minuten. Schneller und billiger wäre es geworden, wenn wir von K.K. einen Bus genommen hätten. Zusätzlich zur ärgerlichen Gepäckgebühr (wie bei Ryanair) müssen wir ein Taxi ins Zentrum bezahlen, denn die Stadtbusse verkehren schon abends um 6Uhr nicht mehr. Unsere Unterkunft im K.H.Soon Hostel ist spartanisch, aber einigermaßen sauber und nicht so teuer. Als wir um 8 Uhr mit dem Essen fertig sind, werden überall die Bürgersteige hochgeklappt. Was macht man hier nachts?

28.2.

Musjet Sultan Ali Omar

Musjet Sultan Ali Omar

Vor dem Frühstück ein Gang zur nahegelegenen Musjet Sultan Ali Omar Saifuddin, einer prachtvollen Moschee mit goldglänzender Kuppel, die aus weißem Carrara-Marmor errichtet wurde und auch im Inneren nur vom Feinsten besitzt (Kronleuchter und Glas aus England, Teppiche aus Belgien und Saudi-Arabien). Obwohl Dorothea sich extra züchtig gekleidet hat, muss sie einen schwarzen knöchellangen Umhang anziehen. Bandar ist völlig anders als die anderen Städte Ostasien, was man zuallererst am Zustand und der Sauberkeit der Straßen erkennt. Die Gebäude könnten auch in einer europäischen Metropole stehen. Sie glitzern von Stahl und Glas, es wurde an nichts gespart. Auffallend ist die Freundlichkeit der Bewohner, die uns freundlich und höflich grüßen. Käsesandwich und echter Kaffee zum Frühstück. Später mit dem Bus zum Brunei-Museum. Die Busse kosten nur 1$, einen Fahrplan scheint nicht zu geben. Der Eintritt zum Museum wie auch zu allen anderen kulturellen Stätten ist frei. Es gibt interessante Austellungen zur Tier- und Pflanzenwelt, zur islamischen Kunst, zur Volkskunde und zu den anderen der ASEAN gehörigen Staaten. Wie so oft ist es drinnen durch Airconditioning erbärmlich kalt, während man es draußen vor Hitze kaum aushält. Wir trösten uns mit dem Gedanken, dass die die letzten drei Tage in den Tropen sind,während wir fast eine Stunde auf den Bus warten. Abends genießen wir den Sonnenuntergang am Hafen, wo ein lebhafter Verkehr schneller Motorboote herrscht.Beim Abendspaziergang treffen wir zufällig Jeremy, den wir in Kandasan kennengelernt haben,und der für eine Woche Urlaub von David’s B&B macht. Die Freude über die unerwartetete Begegnung ist gegenseitig.
Springbrunnen und beleuchtetes Tor

Springbrunnen und beleuchtetes Tor

1.3.
Schon kurz vor sieben eilen wir zum Bootsanleger. Ein extrem schnelles Boot bringt uns in 45 Minuten nach Bangar, einem verschlafenen Ort am Temburonfluss. Die Fahrt über den teils sehr engen, teils zu einem riesigen See aufgeweiteten Flusslauf geht durch unberührte Natur. In Bangar frühstücken wir, dann fragen wir uns durch, bis wir ein Auto finden, das uns zu einem 15 km entfernten Naturpark bringt.

Blickvom Bukit Patoi

Blickvom Bukit Patoi

Von hier aus gibt es einen sehr gut ausgebauten Wanderweg, der durch einen wunderbaren Primärwald mit Baumriesen über zahlreiche Treppen und Stiegen zum Bukit Patoi, einem gut 300m hohem Hügel mit Ausblick nach Sarawak führt. Der letzte Eintrag im Besucherbuch datierte vom 25.2., so dass wir während der gesamten Wanderung keiner Menschenseele begegnen. Trotzdem liegt der Weg voll mit Bonbonpapieren, etlichen Wasserflaschen und anderen Zivilastionsresten, die wir auf dem Rückweg brav einsammeln. Unten brauchen wir nur kurz auf unseren alten Fahrer zu warten, und auch in Bangar warten wir fast gar nicht auf das Motorboot zurück nach Bandar. Auf dem Rückweg frieren wir, weil der Fahrtwind unsere schweißnassen Hemden kühlt.
Nach einer langen Mittagspause machen wir uns auf den Weg zu einer Moschee, die wir am letzten Abend vom Hafen aus geehen haben.
Kampong Ayer

Kampong Ayer

Der Weg dorthin, den wir ohne Stadtplan bewältigen führt ins Kampon Ayer, einem ausgedehnten Dorf auf Pfählen, das bis zum Ölboom in den Fünfziger Jahren das eigentliche Bandar war. Noch immer leben dort viele Menschen in ursprünglicher Weise, wenn auch die meisten Häuser über Strom und Sanitäranlagen verfügen. Überraschend die Freundlichkeit der Bewohner, die uns freundlich gegrüßen, einige sogar mit einem stolzen „Welcome to Kampung Ayer“. Einer führt uns zu einem Käfig voller Langusten, die er für 7$ pro Kilogramm auf dem Markt verkauft. Er kann gar nicht glauben, dass man in Deutschland dafür gut das Zehnfache berappen muss.
2.3.
Unser letzter Tag in den Tropen! Heute ist es besonders heiß und wir überlegen bloß, wo wir in den Schutz einer Klimaanlage kommen. So schleppen wir uns zu einer Handwerksaustellung. Hier ist es langweilig, aber kalt. Nach einem „guten“ Kaffee und einem Stück Käsekuchen besuchen wir noch das Kronjuwelenmuseum, das eine Jubelaustellung für den seit 1967 herrschenden Sultan ist. Interessant sind aber die vielen Staatsgeschenke, die er im Laufe seiner Regentschaft bekommen hat. Um 16 Uhr lassen wir vom Bus zum Flughafen bringen, wo wir 3 Stunden bis zum Abflug absitzen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: