Penang (Malaysia)

Januar 29, 2010 at 2:17 am (Uncategorized)

Strand von Nopparat

Strand von Nopparat

21.1.
Den Vormittag verbringen wir einigermaßen faul im Blacktip resort. Schade,es wäre Zeit genug gewesen für zwei weitere Tauchgänge, von denen die anderen begeistert zur Mittagszeit zurück kehren. Sie haben bei bester Sicht viele Fische, darunter einen Bullhai, aus nächster Nähe beobachtet. Um 1.30 Uhr bringt uns das Taxi zum Pier in Mae Haad. Gegen 17.30 Uhr kommen wir mit dem Motorboot in Chumphon an und werden mit dem Bus zum Bahnhof gebracht. Von dort laufen wir in wenigen Minuten zum Fame Tour & Service, wo wir nicht nur ein günstiges Zimmer, sondern von der sehr hilfreichen Empfangsdame Tickets zur Weiterreise nach Ao Nang bekommen, das uns Norman sehr empfohlen hatte. Chumphon ist eine belebte Großstadt mit auffallend wenig Touristen.
Riff bei Nopparat

Riff bei Nopparat

Wir bummeln über den Nachtmarkt und essen in einem Restaurant mit Livemusik in einer Seitenstraße. Als ich gegen 23 Uhr noch einmal durch die Stadt bummele,sind bereits alle Bürgersteige hochgeklappt. Außer ein paar Damen aus dem horizontalen Gewerbe ist niemand mehr auf der Straße.

22.1.
Vormittags versuchen wir ein Paar Einkäufe zu machen, die aber meist mit „Sorry, no have!“ enden. Um 1 Uhr fahren wir mit einem vollbesetzten Minivan nach Ao Nang an der Andamanküste in der Nähe von Krabi. Als wir bei Sonnenuntergang dort ankommen, sind wir einigermaßen entsetzt über den Trubel, wo dies doch Normans Geheimtipp war. Zum Glück ist das Nopparat resort, in dem wir untergebracht sind, etwas abgelegen, aber in Strandnähe. Die Frauen, die es leiten, sind alle verschleiert. Wir sind in einem überwiegend muslimischen Gebiet. Als wir zum Essen unser Bierchen bestellen, heißt es „Sorry, beer no have!“. Aber ansonsten ist unser Bungalow sehr schön und sauber, und Bier gibt es in den nahegelegenen Retaurants und Bars. Im nahegelegenen Stadion werden Thaiboxkämpfe ausgetragen, was natürlich mit entsprechender Geräuschkulisse verbunden ist. Noch viel lauter ist aber die live Rockmusik aus der benachbarten Bar. Als sie um ein Uhr nachts immer noch spielen, fürchten wir um unseren Nachtschlaf, doch zum Glück ist dann bald Ruhe.

Winkerkrabben

Winkerkrabben


23.1.
Wir bummeln an der Strandpromenade zum National Park Headquarter. Der Blick auf’s Meer und die vielen aus dem Meer aufragenden Felsen ist wirklich sehr malerisch, und an einem dieser Felsen können wir viel Getier, vor allem die witzigen Winkerkrabben beobachten. Die Hitze ist aber kaum auszuhalten und es gibt kein kühlendes Lüftchen. Das Headquarter ist verwaist, enthält aber neben Bildern ein gutes Modell der Region, an dem wir unseren nächsten Ausflug planen können. Nachmittags wollen wir zur Pranang Cave an der Railay Bay, die nur mit dem Longtailboat erreichbar ist.
Stalaktiten an derPrananghöhle

Stalaktiten an derPrananghöhle

Man sagt uns, dass wir am nächsten Tag wiederkommen sollen, aber wir können einen freundlichen Bootsführer überreden, uns für 600Bt entlang der von steil aufragenden Felsküste mit bizarren Stalaktiten zu fahren. Der Strand vor der Höhle ist von Badegästen bevölkert.
 Altar am Eingang der Prananghöhle

Altar am Eingang der Prananghöhle

Am Höhleneingang befindet sich ein Altar, der mit zahlreiche Holzphalli jeder Größe und Farbe geschmückt ist. Die Höhle selbst ist unwegsam, und ohne Hilfsmittel ist der dunkle Bereich, wo Dorothea auf Fledermäuse hofft, nicht erreichbar. Dennoch sind die bizarren Felsformationen den Besuch wert. Die Gegend ist ein Eldorado für Kletterer. Einige muskulöse Freeclimber versuchen sich mehr oder minder erfolgreich an den zahlreichen Felsvorsprüngen und lassen sich von ihren weiblichen Fans fotografieren und anfeuern. Außerdem sehen wir zahlreiche Halbaffen in dem Astwerk von Urwaldbäumen herumturnen, außer den Makaken, die wir schon in Angkor Wat zu Gesicht bekamen, gibt es eine weitere, kleinere Art mit langen Schwänzen und niedlichen Gesichtern. Besonders begeistert sind wir von einem farbenprächtigen Tukan, der vor unseren Augen vorbeifliegt. Rechtzeitig zum spektakulären Sonnenuntergang sind wir wieder am heimischen Strand. Zu Abend essen wir in einem italienischen Restaurant mit reichlich Vino.
Blick vom Hangnak Mountain

Blick vom Hangnak Mountain


24.1.
Noch vor Sonnenaufgang laufe ich an dem langen, angenehm festen Strand entlang, um die erträglichen Temperaturen auszunutzen. Wir haben uns für unseren heutigen Ausflug ein Motorbike für ganze 150 Bt ausgeliehen. Mit etwas Mühe finden wir den Weg zum Klong Muang Beach, wo wir auf dem Modell einen Hügel gesehen haben, den wir besteigen wollen. Leider gibt es keine entsprechende Beschilderung, und so fragen wir etliche Einheimische nach dem Hang Nag Mountain, die uns alle in verschiedene Richtungen schicken. Einmal ist der Weg
Townhall

Townhall

an einer bewachten Schranke zu Ende, hinter der die Residenz der Prinzessin liegt. Schließlich trinken wir bei „Freddie und Jürgen“ einen Kaffee. Freddies thailändische Frau ist schon einmal auf dem Berg gewesen und schickt uns in die richtige Richtung, so dass wir pünktlich in der Mittagshitze an dem hervorragend präparierten und mit zahlreichen Erläuterungsschildern versehenen Weg anlangen. Der Weg steigt recht steil an. An den steilsten Stellen sind Holzleitern angebracht. Trotz des Schattens durch die hohen Bäume kommen wir ordentlich ins Schwitzen. Es gibt etliche Aussichtspunkte, von denen man großartige Ausblicke auf das Meer und auf die bewaldeten Hügel im Norden hat. Nach eineinhalb Stunden kommen wir schließlich auf dem felsigen Gipfel an und werden durch eine fantastische Sicht in alle Himmelsrichtungen belohnt. Auch die Flora ist vielfältig und die Veränderung durch die Höhe deutlich spürbar. Insgesamt eine sehr lohnende Tour, auf der uns nur wenige Wanderer begegnen. Abends bekommen wir zu Vivaldis Vier Jahreszeiten ein sehr gepflegtes Essen in dem dem Resort gegenübergelegen Restaurant serviert. Ein schöner Abschiedstag von Thailand.
Altstadtstraße in Georgetown

Altstadtstraße in Georgetown


25.1.
Um 6 Uhr werden wir von einem Minivan abgeholt. Zunächst werden noch andere Reisende eingesammelt, dann fahren wir nach HatYai, wo wir gegen Mittag eintreffen. Wir wollen mit der Eisenbahn nach Butterworth in Malaysia fahren, doch leider erfahren wir am Ticketschalter, dass wir heute keine Fahrkarte mehr bekommen. Doch direkt vor dem Bahnhof bekommen wir Plätze in einem Minivan nach Penang, und es bleibt kaum Zeit, einen Imbiss einzukaufen, bis die Fahrt losgeht. An der Grenze müssen wir mitsamt Gepäck aussteigen, doch die Einreiseformalitäten sind problemlos und schnell erledigt. Die Weiterfahrt ist wegen der hektischen Fahrweise nicht gerade ein Hochgenuss, doch schon gegen 5 Uhr fahren wir über die kilometerlange Brücke auf die Insel Penang. Der erste Eindruck der Hauptstadt Georgetown ist nicht berauschend, doch als wir im Zentrum aussteigen, merken wir, dass wir in einer einzigartigen Stadt angekommen sind. In kaum einer anderen Stadt ist die Architektur der Kolonialzeit so unverändert erhalten. Die engen Straßen sind verstopft, es gibt kaum Bürgersteige, doch es herrscht überall ein geschäftiges Treiben in den zahlreichen Werkstätten, die in den Erdgeschossen der meist über hundertjährigen, überwiegend zweigeschossigen Häuser. Nach wenigen Gehminuten haben wir das 75 Travellerlodge erreicht. Unterkunft erhalten wir in der benachbarten Starlodge. Das Personal bestehend aus älteren fast zahnlosen Chinesen ist ausgesprochen freundlich, unser Zimmer riecht nach Käsefüßen, ist aber sonst sauber und recht groß. Die 60 RM Zimmermiete entsprechen 12 €, sind deutlich mehr als in Thailand, aber nicht unangemessen. In Penang leben zahlreiche Bevölkerungsgruppen friedlich nebeneinander und haben eine Vielfalt von Esskulturen hervorgebracht, die den Besuch zu einer kulinarischen Entdeckerreise machen.
Gopuram im Mariammantempel

Gopuram im Mariammantempel

Heute speisen wir ausgesprochen exklusiv im Kashmir, in dem natürlich indisches Essen serviert wird. Wir folgen gerne den Empfehlung des aufmerksamen Personals, und wie schon in Ko Tao sind wir von dem delikat gewürzten indischen Speisen begeistert. Im Eingang unseres Hostels sitzen immer einige interessante Leute beim Bier. Wir kommen mit Dorothy und John ins Gespräch, einem kanadischen Ehepaar in unsrem Alter. Als wir von der Kälte in Deutschland berichten, erzählen sie uns, dass bei ihrer Abreise in Kanada -45°C herrschten! Beide sind schon oft in Malaysia gewesen und haben auch ohne Probleme den 4000m hohen Mt. Kinabalu bestiegen, was wir uns für den Februar in Sabah vorgenommen haben. Da sie eigentlich keinen sehr sportiven Eindruck machen, beeindruckt und beruhigt uns das einigermaßen. Im letzten Jahr haben sie in Afrika den Kilimandscharo bestiegen. John musste in 4000m wegen Hühenkrankheit pausieren, während die schmächtige Dorothy den Gipfel auf über 5000m erreichte! Unter den vielen deutschsprachigen Touristen fällt uns besonders ein Elektroingenieur auf, dessen Namen wir nicht erfahren, den wir wegen seines Unglücks gleich Pessi taufen. Er hat Deutschland schon vor vielen Jahren verlassen und möchte liebend gerne zurück. Kann es aber aus irgendwelchen Gründen nicht. Er wohnt schon seit 54 Tagen in diesem Hostel und findet es hier wie überall schrecklich, von allem in Bali, wo er mehrere Häuser besitzt, aber auf gar keinen Fall zurück möchte. Ein freundlicher interessierter Zeitgenosse, aber dieses ständige Jammern zieht einen richtig runter!

26.1.
Heute haben wir uns eine Besichtigung der Altstadt vorgenommen, die sich als trotz der vielen Highlights als überraschend überschaubar erweist. Als erstes kommen wir zu dem Sri Mariammantempel, dem ersten, den wir auf unsrer Reise sehen und der überwiegend von indienstämmigen Gläubigen zum Beten aufgesucht wird. Von hieraus wird am Wochenende die grüßte hinduistische Prozession des Thaipusamfestes starten, bei der die besonders verehrte, mit Gold und Edelsteinen dekorierte Statue von Supramaniam zu dem Nattukkotai Chettiar-Tempel in der Nähe des Botanischen Gartens getragen werden wird. Die Gopuram genannten Skulpturen zeigen wohlgenährte und mit üppigen Formen ausgestattete Gottheiten, wie auch die anwesenden Frauen diesem Schönheitsideal nachstreben. Durch das geschäftige indische Viertel in der Lebuh Pasar kommen wir zu den monumentalen Bauten der britischen Kolonialepoche. Hier hat Kapitän William Light das Fort Cornwallis errichten lassen, das zum Glück keine Angriffe zu erdulden hatte und deshalb in seiner ursprünglichen Form erhalten ist. Wir besteigen einen noch funktionierenden Leuchtturm aus dem Jahre 1880, on dem aus wir einen herrlichen Blick auf die Stadt, den kleinen Hafen und auf das gegenüber auf dem Festland liegende Butterworth haben. Inzwischen ist es in der fast im Zenit stehenden Mittagssonne so hei0 geworden, dass wir uns in das schöne Penang-Museum flüchten, dessen Klimatisierung richtig gut tut. Aber auch die Ausstellung gefällt uns sehr gut, bei der im Erdgeschoss die ethnischen Gruppen mit ihren Traditionen vorgestellt werden. Au0er den Chinesen, die Seit Beginn des 19. Jahrhunderts das Geschäftsleben beherrschen, den Malaien, die hier die Urbevölkerung stellen, und den Indern gibt es die Nonya, Mischlinge aus Chinesen und Malaien, die ihre eigene Kultur und eine bemerkenswerte Küche hervorgebracht haben. Im Obergeschoss wird die historische Entwicklung der Insel dargestellt, die außer der japanischen Besetzung im Zweiten Weltkrieg friedlich verlief.
Abends essen wir in einem etwas schäbigen chinesischen Restaurant, treffen in der ältesten Bar der Insel, der Hongkongbar, eine freundliche Bedienung, und erleben zufällig im Innenhof des Blue Diamond Hotels ein exzellentes Open Air Konzert einer jungen Rocktruppe, ein netter Schlusspunkt. Kurioser Moment: Genau in dem Moment, in dem ich denke, schon lange kein Stück von Dire Strait gehört zu haben, spielen sie „Sultans of Swing“. Als Naturwissenschaftler darf man natürlich nicht an Gedankenübertragung glauben.

Tropischer Regen

Tropischer Regen


27.1.
Unsere heutige Stadterkundung führt uns in den islamischen Stadtteil.
Kapitan Keling Moschee

Kapitan Keling Moschee

Zuerst besuchen wir die von indischen Moslems aufgesuchte Kapitan-Keling-Moschee. Das Islamische Museum von Penang ist in dem ehemaligen Wohnhaus eines Gewürzhändlers untergebracht und informiert über die hiesigen religiösen Bräuche und den Einfluss des Islam auf Malaysia. Erschreckt sind wir über die mit dem Gehorsam zu Allah und hygienische Gründe gerechtfertigte Sitte, dass nicht nur Jungen von 10 bis 12 Jahren, sondern auch Mädchen, die wenige Wochen alt sind, beschnitten werden, was nach unserer Meinung als Verstümmelung ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellt.
Im Khoo Kongsi

Im Khoo Kongsi

Schließlich kommen wir in dem besonders schönen Khoo Kongsi , dem Versammlungshaus des einflussreichen chinesischen Khoo Clans, das prachtvolle Altare im Innern und eine bunte Figurensammlung auf dem Dach aufweist. Die Mittagshitze lässt sich etwas leichter in der Clan-Siedlung ertragen, die aus bis zu 100m in den Hafen gebauten Stelzenhäusern besteht, die nur über Holzplankenwege erreichbar sind.
Clansiedlung

Clansiedlung

Wir sehen nur wenige, meist ältere Menschen hier. Es herrscht erholsame Ruhe hier, während an der Hafenrandstraße Verkehrsgewühl herrscht. Auf dem Rückweg kommen wir wieder ins indische Viertel und schauen uns in einigen Geschäften, darunter einem Juwelierlade, um. Zufällig treffen wir Dorothy und John wieder. Sie stammt aus Dänemark und heißt eigentlich Dorote. Sie ist 64 Jahre alt und John noch älter, was man beiden nicht ansieht und was ihre körperliche Fitness um so beeindruckender macht. John versorgt uns mit wertvollen Reisetipps zu Sabah. Auf dem Rückweg kommen wir am chinesischen Goddess of the Mercy Tempel vorbei, wo man vor lauter Weihrauch kaum atmen kann. Abends speisen wir in einem islamischen Straßenrestaurant leckeres und billiges Nasi Kadar, leider gibt es hier kein Bier, das wir uns später in der Hongkong-Bar gönnen. Am späten Abend sind wir wieder bei der Blue Diamonds Rockband im gleichnamigen Hotel, und sind begeistert von ihrer technischen Brillianz, tollen Stimmen und breiten Repertoire. Ohne Mühe und Noten gehen sie auf die Zuschauerwünsche ein, sind zudem freundlich und nett, und begrüßen in der Pause die Gäste mit Handschlag und Smalltalk auf perfektem Englisch.

28.1.
Unser Vorsatz, früh aufzustehen und vor der Mittagshitze den Penang Hill zu erklimmen, scheitert an unserem gesunden Schlaf bis 10 Uhr morgens. Trotzdem laufen wir zum Busbahnhof und lassen uns von der Linie 204 in den Vorort Air Itam fahren. Die Seilbahn zum Penang Hill hat gerade Betriebsferien, deshalb beginnen wir unsere Wanderung mit dem Besuch des gewaltigen Kek-Lok-Si-Tempels, zu dem ein überdachter Weg voller Verkaufsstände führt. Der Tempel besticht schon durch seine Weitläufigkeit und imponierende Größe. Er ist auf verschiedenen Ebenen angeordnet, die durch Treppen und eine Zahlradbahn miteinander verbunden sind. Es gibt ein vegetarisches Restaurant, überfüllte Teiche mit riesigen Schildkröten (Symbol für langes Leben) und immer wieder Devotionalien-Verkaufsstände, aber auch zahllose goldglänzende Buddhastatuen, vor denen die Gläubigen ihre Gebete verrichten. Das Nebeneinander von Religion und Kommerz fand ich schon in China beeindruckend.

Kuan YinStatue

Kuan YinStatue

Die oberste Ebene wird durch die riesige überdachte Statue der Göttin der Barmherzigkeit Kuan Yin dominiert. Auf dem weißen Marmorfußboden sind außerdem wunderschöne, aus grauem Granit gehauene Tierskulpturen angeordnet. Die danebenstehende 30m hohe Ban Hood Pagode lassen wir bei der Besichtigung aus, weil wir die erklommene Höhe für unsere Bergwanderung nutzen wollen. Sozusagen durch den Lieferantenausgang verlassen wir das Tempelgelände und wandern eine steil aufwärts führende kleine Straße hoch, die auf unserer ungenauen Karte nicht eingezeichnet ist.Schilder verweisen auf den uns unbekannten Chen Yee Chan Tempel. Eine ganze Zeit begegnen wir niemandem, dann sehen wir in einer Baumgruppe eine Horde Halbaffen, die sich krachend durch das Geäst bewegt. Uns kommen gerade zwei englische Wanderer entgegen. Sie erzählen uns, dass sich diese Affen auf Penang zu einer Landplage entwickelt hätten, die auf der Suche nach Essbaren sogar Wanderer attackierten. Zur Sicherheit sammle ich einen Stock auf. Sie geben uns auch eine Beschreibung des weiteren Wegs, der weiterhin eine Stunde bergauf führt und an dem Tempel endet. Hier begrüßen uns freundliche Menschen und schicken uns über eine langen Treppe auf einen schmalen befestigten Weg, der an einer Teerstraße endet. Hier begegnen uns zwei einheimische Männer, die gerade vom Jogging (bergauf!) zurückkommen. Wir gehen gemeinsam abwärts und erreichen in einer knappen halben Stunde einen Staudamm, der Pelangs Süßwasserreservoir absperrt. Von hier hat man wieder einen schönen Blick auf Georgetown und das Meer. Erstaunlich, wie sich schon in dieser Höhe (geschätzt 800m) der Temperaturunterschied bemerkbar macht (trockenadiabatisch 1°C pro 100m, hab ich mal von meiner Geographie studierenden Frau gelernt) . Jedenfalls wird es beim Abstieg wieder ungemütlich heiß, zumal uns die Nachmittagssonne ins Genick scheint. Aber im klimatisierten Bus können wir abkühlen.

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1 Kommentar

  1. Angelyn said,

    Hallo Malaysia!
    Ich werd wahnisinnig, Bernd ist immer noch da! 🙂
    „… Unter den vielen deutschsprachigen Touristen fällt uns besonders ein Elektroingenieur auf, dessen Namen wir nicht erfahren, den wir wegen seines Unglücks gleich Pessi taufen. Er hat Deutschland schon vor vielen Jahren verlassen und möchte liebend gerne zurück. Kann es aber aus irgendwelchen Gründen nicht. Er wohnt schon seit 54 Tagen in diesem Hostel und findet es hier wie überall schrecklich, von allem in Bali, wo er mehrere Häuser besitzt, aber auf gar keinen Fall zurück möchte. Ein freundlicher interessierter Zeitgenosse, aber dieses ständige Jammern zieht einen richtig runter!…“

    Ich habe ihn im April 2009 in Penang getroffen 🙂 Wahrscheinlich ist ernoch da, wenn ich im Oktober wieder komme 🙂
    Viel Spass weiterhin! lg von Angie

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