Reise nach Korea

September 7, 2009 at 12:34 pm (Uncategorized)

2. September
Heute klingelt der Wecker um Viertel nach Fünf, denn Tessas Weiterflug nach Tokyo geht um 9.30 Uhr. Ich begleite sie in einem supermodernen Expresszug zum Flughafen, dessen Dimensionen und Ausgestaltung einem wieder einmal den Atem verschlagen. Wieder zurück im Hotel müssen auch wir auschecken und lassen uns mit dem Taxi zum Südbahnhof bringen.

Der Pekinger Suedbahnhof

Der Pekinger Suedbahnhof

Auch hier herrscht der Eindruck eines Flughafens. Die Fahrgäste warten auf Bankreihen, bis ihr Gate geöffnet wird. In dem Zug, in dem wunderschöne Stewardessen für das Wohl der Fahrgäste sorgen (ich weiß nicht wie, denn es wird nichts serviert), erleben wir abermals einen Superlativ:

Ganz schoen schnell!

Ganz schoen schnell!

Mit einer Spitzengeschwindigkeit von 332 Stundenkilometern legt der Zug die 130 Kilometer nach Tianjin in 30 Minuten zurück. Hier in der viergrößten chinesischen Stadt wartet man in einer Schlange, während die ebenfalls in Schlange wartenden Taxis unaufhörlich Fahrgäste einsammeln. Unseres kostet 8 Yuan , in Kiel kostet eine Busfahrkarte das Dreifache. Nach dem Einchecken im Hotel machen wir in der Mittagshitze einen kleinen Bummel. Es ist wie bei Dornröschen, überall sitzen die Leute an ihren Arbeitsplätzen und machen ein Mittagsschläfchen. Was soll man bei diesen schwülen 30 Grad auch anderes machen?

Bruecke in Tianjin

Bruecke in Tianjin

Gegen Abend machen wir noch einen Bummel durch die Stadt, die zumindest im Zentrum eine einzige Baustelle ist. Tianjin hat in seiner langen Geschichte auch eine zu Beginn des 20.Jahrhunderts eine von europäischen Besatzungsmächten dominierte Phase erlebt, von der zahlreiche Baudenkmäler erhalten sind und als Kulturerbe erhalten werden. In unsrem Viertel sind massenweise Wanderarbeiter in großen Wohncontainern untergebracht, und wir bekommen einen kleinen Einblick in ihre karge Lebenssituation. Entlang des Flusses entstehen Prachtbauten und bald werden die ärmlichen Hinterhöfe verschwunden und durch eine Glitzerwelt ersetzt worden sein.

3. September
Um 8.30 Uhr werden wir von unserem letzten Fahrer in China abgeholt. Er spricht perfektes Deutsch, der einzige deutsch sprechende Fahrer in Tianjin, wie er stolz vermerkt. Er ist schon oft in Deutschland gewesen und kennt sogar Kiel! Kieler Sprotten sind ihm ein Begriff. Die Fahrt zum Hafen von Tianjin dauert unerwartet lange: Das Stadtgebiet von Tianjin ist fast so groß wie Schleswig-Holstein und unser Weg beträgt 80 km. Unterwegs erzählt er uns von dem im 20. Jahrhundert weltweit schwersten Erdbeben von 1976, das er selbst erlebte, und dem damals etwa 300000 Menschen zum Opfer fielen. Die Ausreiseformalitäten verlaufen erfreulich unkompliziert und die Passkontrolle wird von einer bildhübschen jungen Dame durchgeführt, die uns ein bezauberndes Lächeln schenkt! Die Fähre nach Incheon gehört einer koreanischen Reederei, das Personal ist koreanisch und es sind fast nur koreanische Fahrgäste an Bord. Auch das Essen gibt gibt uns Gelegenheit, den Gebrauch der Metallessstäbchen einzuüben, die uns vor zwei Jahren soviel Schwierigkeiten gemacht haben. Die einzigen Europäer an Bord sind außer uns eine Schweizer Familie, die wir schon im Zug nach Tianjin gesehen haben und ein belgischer Student Sam aus Leuwen, der nach seinem Philosophiemaster noch ein Studienjahr in Seoul dranhängen will. Er ist wie wir auf dem Land-Seeweg unterwegs und wir haben uns viel zu erzählen. Er ist sehr lustig und lädt mich nach dem Abendbrot zu einer Partie Schach ein.

4.September

Als das Fährschiff auf hoher See unvermutet tutet und den Kurs ändert, laufen wir zur Reling und sehen, wie wenige Meter vor dem Bug ein kleinen Motorboot unseren Kurs kreuzt. Offenbar wäre es beinahe zu einer Kollision gekommen. Ein paar Mal sehen hell blinkende Leiber aus dem Wasser herausspringen, aber auf die Entfernung können wir nicht ausmachen, ob sich sich um Tümmler, Delphine oder vielleicht auch Thunfische handelt.
Am Vormittag tauchen die ersten dem koreanischen Festland vorgelagerten felsigen Inseln aus dem Dunst auf.

Bruecke nach Incheon

Bruecke nach Incheon

Unter einer riesigen mehrere Kilometer langen Brücke fahren wir in die Bucht vor dem Hafen von Incheon ein. Um halb zwei werden wird mit Hilfe eines Schleppers in eine Schleuse bugsiert und laufen in den Hafen ein. Hinter der Zollabfertigung werden wir von Johannes, Mi Hyun und ihrer Mutter Hisuk im Empfang genommen und herzlich begrüßt. Wir kaufen mit Mi Hyuns Unterstützung eine Schiffskarte für die Rückreise, nehmen einen Imbiss in einem Kaufhaus ein und fahren dann mit der U-Bahn zu dem Militärhotel in Seoul, in dem wir dank Mi Hyuns Bruder Seok, der bei der Armee studiert, wohnen dürfen. Dann gehen wir in ein nahegelegenes Jjimjilbang, eines der in Korea sehr populären Badehäuser. In mehreren Stockwerken sind Bäder für Männlein und Weiblein untergebracht, außerdem gibt es ein von beiden Geschlechtern genutztes Haupthaus, für das man beim Eintritt ein Baumwolltrikot bekommt. In den Badeabteilungen werden alle denkbaren Reinigungsprozeduren vorgenommen. Vor allem sitzt man in Becken, in dem mehr oder minder heißes Wasser sprudelt: 38° wie in der Badewanne, 43° gerade noch erträglich und 18° zum Abkühlen. Außerdem gibt es hier ein Dampfbad. Solchermaßen gereinigt und erfrischt, geht man in den gemeinsamen Bereich, der zunächst einmal eine große Liegefläche enthält. Es gibt Massagestühle, in denen man maschinell kräftig durchgewalkt wird. Durch kleine Öffnungen kommt man in höllisch heiße kuppelförmige Saunen, in denen man auf dem Boden sitzt oder liegt. Anschließend kann man sich in Eissaunen wieder abkühlen. Man kann sich, wenn man will, in einen Schlafbereich gehen und dort auch kostengünstig übernachten. Wir essen in einem Restaurant zu Abend und so verbringen wir gut drei Stunden im Bad. Abends zeigt mir Johannes noch eine Art Internetcafé, damit ich meinen Blog aktualisieren kann. Es liegt in einem ausgedehnten Rotlichtbereich. Das Laster ist eben überall zu Hause.

5. September
Johannes und Mi Hyun holen uns um zehn Uhr ab. Im U-Bahnhof gibt es echten Kaffee. Dann fahren wir zum Flughafen von Seoul, der vor allem die Inlandsflüge bedient, während die internationalen Flüge in Incheon abgewickelt werden. Wir treffen Seok, bei dem wir freundlicherweise einen Großteil unseres Gepäcks loswerden, und Hisuk, die uns auf unserer Reise nach Jeju begleitet. Der Flug dorthin dauert gut eine Stunde, aber beim Aussteigen merken wir schon, dass es noch eine Stufe heißer ist als im Norden von Korea. Jeju ist eine etwa 100 km lange und 50 km breite Ferieninsel mit subtropischem Klima. Wir bekommen für die Woche einen modernen Mietwagen, den Johannes fährt. Die Infrastruktur ist hoch entwickelt, insbesondere das Straßenverkehrsnetz ist so komplex, dass wir uns nur mit Navigationsgerät orientieren können. Unser Hotel erreichen wir nach einer guten halben Stunde Fahrzeit, es ist sehr ruhig auf einer dicht bewaldeten Anhöhe gelegen mit einem schönen Blick auf das nahegelegene Meer. Nach einem ausgiebigen Spaziergang erwartet uns ein traditionelles koreanisches Essen, Schweinebauchscheiben, die von auf Jeju gezüchteten schwarzen Schweinen stammen, werden auf einem Tischgrill zubereitet. Mit diversen Sauchen gewürzt, werden sie in Salatblätter eingewickelt und in den Mund gestopft. Natürlich gibt es dazu Reis und Kimchi, pikant gewürzter wie Sauerkraut vergorener Chinakohl. Nachher pflegen wir eine in ganz Ostasien verbreiteten Freizeitbeschäftigung nach: Karaoke. Mit zwei Mikrophonen und Schellenkranz begleiten wir so laut wie möglich die Hintergrundmusik, während der Liedertext auf dem Bildschirm erscheint, Dorothea und ich wählen Popoldies, während Mi Hyun, Hisuk und Johannes koreanische Schlager vorziehen. Einigerma0en heiser gehen wir schlafen.

6. September

Basaltfelsen auf Jeju

Basaltfelsen auf Jeju

Es ist sehr heiß, so dass wir beschließen, Baden zu gehen. Zunächst besichtigen wir gewaltige Basaltformationen. Sie bilden viele Meter hohe hexagonale Säulen, gegen die das Meer brandet. Hier an der Südküste ist es gar nicht so einfach, einen Badestrand zu finden. Der dunkle vulkanische Sand ist extrem heiß und das Wasser badewannenwarm, aber direkt dabei mündet ein Bächlein mit sehr kaltem klaren Wasser, so dass für Abkühlung gesorgt ist.

Felsenkueste auf Jeju

Felsenkueste auf Jeju

Nachmittags besuchen wir ein „Trickart“Museum, in dem Bilder europäischer Meister so verfälscht sind, dass sie aus dem Rahmen zu fallen scheinen. Den Koreanern bereitet es ein Riesenvergnügen, an den herausragenden Körperteilen anzufassen und sich dabei fotografieren zu lassen.
Abends sind wir von einer koreanischen Freundin in ein Fischrestaurant eingeladen. Man sitzt an 25cm hohen Tischen auf dem Fußboden. Das Essen, das aus eienr Vielzahl von Gängen besteht, ist für uns sehr ungewohnt, aber überwiegend lecker, kleine rohe Fischfilets, Krebse, Muscheln, Tintenfisch und alles mögliche an Fischinnereien, zunächst kalt, später auch in gebratener Form. Obwohl wir ja schon in China geübt haben, fällt uns der Essstäbchen sehr schwer. Sie sind aus Metall und schwerer zu handhaben als die hölzernen, außerdem braucht man sie auch zum Zerkleinern und zum Puhlen der Schalentiere. Aber wir haben ja Zeit, und so werden wir alle reichlich satt.

6.September

Glueckbringer

Glueckbringer

Wir stehen um 6 Uhr auf, denn wir haben uns eine Bergtour vorgenommen. Mitten auf der Insel erhebt sich ein mächtiger Vulkan, der Hallason, dessen Gipfel zum Weltnaturerbe gehört. Der Ausgangspunkt liegt auf 750m Höhe. Der Wanderweg ist gut ausgebaut.

Anstieg zum Hallasan

Anstieg zum Hallasan

Es geht auf Lavagestein aufwärts durch einen schattigen Wald. Im unteren Teil überwiegen Rhododrengewächse, später Hartlaubwald mit knorrigen Eichen und Birken. Nach 7 km und 900m Höhenunterschied machen wir Pause an einer Raststation.

Der Weg wird steiler

Der Weg wird steiler

Die letzten drei Kilometer sind sehr steil und anstrengend. Auf 1950 m Höhe sind wir am Ziel und haben einen prächtigen Blick auf den Kratersee.

Auf dem Gipfel

Auf dem Gipfel

Trotz Sonnenschutz haben wir alle einen leichten Sonnenbrand.

Stolze Bergsteiger

Stolze Bergsteiger

Der Abstieg gestaltet sich durch die unebenen Steine ebenso anstrengend wie der Aufstieg, aber nach insgesamt 9 Stunden sind wir wohlbehalten am Ausgangspunkt. Es fällt angenehm auf, dass trotz fehlender Papierkörbe der ganze Weg frei von Müll ist. Die zahlreichen Wanderer nehmen ihren Abfall wieder mit.

Der Hallasan vom Hote; aus fotografiert

Der Hallasan vom Hote; aus fotografiert

Im Hotel erholen wir uns im Heiß- und Kaltwasserbecken und in der 100° heißen Sauna, in der wir die einzigen Gäste sind
7.September

Auch dieses Behaeltnis verspricht Gesundheit und Wohlstand

Auch dieses Behaeltnis verspricht Gesundheit und Wohlstand

Heute fahren wir zur Nordküste, um etwas über die berühmten Haenyeos, zu Deutsch Meerfrauen, auf Jeju auch Jamnyeo oder Jamsu genannt, zu erfahren. Im Hafen von Jeju-Stadt ist ein bizarres Felsmassiv, der Drachenfelsen, um den sich viele Legenden ranken.

Der Drachenfelsen

Der Drachenfelsen

Schutzzelt der Jamsu

Schutzzelt der Jamsu

Direkt an der Felsenküste haben die Jamsufrauen ein Schutzzelt aufgebaut, unter dem sie ihre frisch gefangenen Meeresfrüchte zum Verkauf und zum sofortigen Verzehr anbieten. Etwa zehn dieser Frauen sehr unterschiedlichen Alters, alle mit einem typischen Sonnenhut, rauer Hose und Hemd bekleidet, sitzen und erholen sich.

Jamsu nach getaner Arbeit

Jamsu nach getaner Arbeit

Nur eine arbeitet etwa 50 m vor der Küste mit einem dunklen Gummianzug, Taucherbrille und Schwimmflossen und einem Messer ausgerüstet an einem roten Schwimmball, unter dem sich ein Netz befindet. Alle zwei Minuten verschwindet sie unter der Oberfläche und taucht nach einer Minute wieder auf, um ihre Fracht abzulegen. Wir erfahren, dass ein solcher Arbeitsgang etwa sechs Stunden dauert. Normalerweise geht immer die ganze Gruppe auf Fang, aber die anderen haben ihr Soll schon erfüllt. Diese hingegen hat Urlaub gemacht und muss in der Freizeit ihr Soll nacharbeiten, denn alles wird hier gemeinsam erwirtschaftet.

Frischer geht es nicht!

Frischer geht es nicht!

Hisuk kauft eine kleine Portion Abalone und eine andere Muschelart zu einem stolzen Preis, die von einer Frau zurechtgeschnitten wird. Es kostet mich etwas Überwindung, die noch zuckenden Muskelteile aufzuessen, aber das recht harte Fleisch schmeckt mit etwas Sojasauce wirklich köstlich.
Später fahren wir zu einem sehr interessanten Museum, in dem wir zunächst in einem Film und dann an zahkreichen Exponaten über die Geschichte und die Kultur dieser wirklich einzigartigen matriarchalischen schamanistischen Lebensgemeinschaft erfahren.

Jamsu bei der Arbeit (von einem Foto)

Jamsu bei der Arbeit (von einem Foto)

Jahreszeitlich bedingt oder auch für immer weichen sie auf Fischgründe in Festland-Korea, Japan und Russland aus. Während der japanischen Besatzung in der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts waren sie wichtige Träger des Widerstandes und waren zum Teil erfolgreich bei der Verteidigung ihrer Rechte gegenüber den Besatzern.
Schon in vorchristlicher Zeit haben sich Frauen zusammengetan, um den Lebensunterhalt ihrer Familien zu sichern, während die Männer durch Fischfang einen kärglichen und unsicheren Beitrag leisteten. Dabei bildeten sie eine Gemeinschaft, die bis heute nach strengen Prinzipien organisiert ist und dem Gemeinwohl verpflichtet ist. Bis ins hohe Alter gehen die Frauen ihrer extrem kraftraubenden und gefährlichen Tätigkeit nach.

Schwere Last

Schwere Last

Sie investieren viel Geld in die Ausbildung ihrer Töchter. Inzwischen wollen die meisten Frauen für ihre Töchter eine andere Zukunft. Deshalb sind über 80% der heute 5600 Jamsufrauen auf Jeju über 50 Jahre alt, und man rechnet damit, dass dieser Beruf kein weiteres Jahrzehnt überdauert.
Dann fahren wir zu einer der vielen Lavahöhlen, dem Manjanggul. Sie erstreckt sich über etwa 7 km, davon ist 1 km touristisch erschlossen, also gesichert und schwach beleuchtet. Wir gelangen zu ihnen über etwa 30m tiefe Treppen. Sie ist vor 100000 bis 300000 Jahren durch erkaltende Lavaströme erstanden, indem die noch flüssige Lava im Zentrum in zahlreichen Windungen durch die erstarrende am Rand strömte.

Stalaktiten

Stalaktiten

Die stollenartigen Gänge sind meist etwa 20m breit und 10m hoch. Sie haben einen ebenen Grund und haben am Rand ein in seiner Regelmäßigkeit fast ornamentartiges Band aus Stalaktiten, die sich auch während der Entstehungsphase gebildet haben. Es gibt 34 Tierarten, von denen eine Höhlenspinnenart nur hier anzutreffen ist. Mihyun sieht auch Fledermäuse, aber leider versagt Dorotheas Detektor ausgerechnet hier, so dass sie keine Lautaufnahmen machen kann.

Sonnenuntergang am, leider nicht ueber dem Meer!

Sonnenuntergang am, leider nicht ueber dem Meer!

In Jeju gehen wir in ein Restaurant, das leider wieder nur flache Tische hat. Es gibt ein leckeres Entengericht.

9. September

Segelfalter am Strand

Segelfalter am Strand

Nach dem Frühstück fahren wir zu einem nahegelegenen Strand. Wegen der Hitze kann man den sehr schönen Sandstrand nur mit Badelatschen betreten, aber im Wasser kann man es gut aushalten. Der Salzgehalt muss sehr hoch sein, denn man braucht kaum Schwimmbewegungen zu machen, um an der Oberfläche zu bleiben und muss zum Tauchen kräftig strampeln, um Tiefe zu gewinnen. Johannes macht einen jungen Mann glücklich, indem er ihm seinen Wellenreiter aus etwa 50m Entfernung zurückbringt. Er kann nämlich nicht schwimmen, und das, wo man weiniger als 10m vom Strand an Stehhöhe hat. Offenbar ist er nicht der einzige Nichtschwimmer, denn Johannes und ich sind die Einzigen, die ein wenig heraus schwimmen. Kaum kommen wir in die Nähe der Begrenzungsbojen, heulen die Alarmsirenen auf und wir werden per Lautsprecher zum Umkehren aufgefordert. Zum Trocknen begeben wir uns unter schattenspendende Unterstände.

In einem Botanischen Garten

In einem Botanischen Garten

Als Mittagessen genießen wir ein Fruchtmüsli mit kleinen Eisstückchen und einen Obstteller. Nachmittags schauen sich die Damen einen botanischen Garten an.

Es ist der „Spirited Garden“, den Herr  Sung – ein sehr freundlicher, älterer Herr ins Leben gerufen hat. Der Garten mit Hügeln, Wasser, uralten Bonsai-Bäumen und malerischen Steinen  strahlt Frieden und Glück aus.

Der Autor signiert das Gartenbuch
Der Autor signiert das Gartenbuch

Fireshow

Fireshow

Am Abend fahren wir zum stinkvornehmen Lotte-Hotel und schauen uns eine „Fireshow“ an, bei der riesige Plastikdrachen infernalische Laute und gewaltige Höllenfeuer produzieren. P1020116Der Abend endet beschaulich am Hafen von Jungeon, wo wir eine Armada von grell beleuchteten Fischerbooten sehen.

10. September
Gegen Mittag fliegen wir zurück nach Seoul zurück.

Der Koenigsthron

Der Koenigsthron

Nachmittags besichtigen wir den Chang Deok Gung Palast, der ab 1405 errichtet wurde und in dem die koreanischen Könige bis zum Zusammenbruch des chinesischen Kaiserreiches residierten.
Palasthof

Palasthof

Wenige Jahre hatten die Koreaner einen eigenen Kaiser, bevor das Land von den Japanern besetzt und brutal unterdrückt wurde.
Vor eienm Ginkobaum

Vor eienm Ginkobaum

Die Palastanlage weist viel Ähnlichkeit mir der verbotenen Stadt in Peking auf und beeindruckt vor allem durch einen wunderbaren Park mit uralten Eichen und Pinien.
Uralter Wachoder

Uralter Wachoder


Abend treffen wir Mi Hyuns Bruder Seok wieder. Wir essen in einem alten Restaurant eine leckere Ginseng-Hühnersuppe. Dort stoßen auch ihre Schwester Jong Hyun und Schwager Tschongi mit ihren zwei kleinen Kindern dazu und wir feiern gemeinsam Abschied.
Bevor wir nun morgen Korea auf dem Seeweg verlassen, möchte ich die koreanische Gastfreundschaft hervorheben. Sie sind nicht nur unter Landsleuten viel kontaktfreudiger und offener, als wir das das Deutschland gewohnt sind. Auch wir Ausländer wurden oft mit einem Lächeln begrüßt und von Fremden willkommen geheißen. Da können wir uns eine Scheibe abschneiden!

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3 Kommentare

  1. Dierk Schröder said,

    Hallo Dorothea und Axel,

    Kerstin und ich sind euch schon seit einigen Wochen auf den Fersen. Ihr legt ja ein Tempo vor, dass wir kaum in unserem Alltagstrott folgen können.

    Ich bin ziemlich beeindruckt von deinem schriftstellerischen Talent.
    Es macht wirklich Spaß deine Berichte zu lesen.

    Wenn du noch mehr Fotos veröffentlichen möchtest, kann ich dir Google-Fotos (PicasaWeb) empfehlen. Dort kannst du unmengen Fotos in hoher Qualität kostenlos veröffentlichen.

    Kerstin und ich wünschen dir und Dorothea weiterhin viele spannende Eindrücke auf eurer Weltreise.

    Liebe Grüße aus Kiel
    Dierk

    • barreoptuur said,

      Liebe Kerstin lieber Dierk, herzlichen Dank fuer eure Gruesse und den Foto-Tip
      Eure Dorothea und Axel

  2. Christian Moeller said,

    Liebe Freunde.
    Auch ich war lange nicht mehr zum Lesen gekommen, – hier herrscht nicht nur der alltägliche Trott, sondern das Tempo ist zur Zeit um einiges höher. Jetzt aber bin ich wieder dazu gekommen, und wie andere auch freue ich mich über deine Sprache, Axel. Du schreibst wirklich ein sehr schönes, variiertes Deutsch – ich möchte fast meine SchülerInnen dazu bringen, es zu lesen. „Lest und lernt“……
    Wenn wir/ich unterwegs sind, schreibe ich auch manchmal, und ich wünschte mir, dass mein Dänisch auch so gut wäre.
    Wir freuen uns, dass ihr so viel und so viel Schönes erlebt. Herausgefordert werden unsere geografischen Kenntnisse, weshalb wir oft unseren Atlas hervorholen. Wir wissen wohl, wo Korea liegt, aber um genauer zu wissen, wo ihr seid, braucht es doch etwas mehr.
    Viele liebe Grüsse an euch – auch an mein Paten“kind“ 🙂

    Christian – und Elisabeth

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