Unser dritter Tag in Moskau

August 17, 2009 at 7:24 am (Uncategorized)

10. August
Mein Tag beginnt mit einem recht langen Lauf über eine sehr moderne überdachte Fußgängerbrücke, dann entlang des stark befahrenen Moskva-Ufers bis zu einem Erholungsgebiet am Südrand der Moskva.
Nach dem Frühstück laufen wir zum Neu-Jungfrauenkloster, welches zum Weltkulturerbe zählt. An der Kathedrale wartet viel Volks, meist alte Frauen, denn Patriarch Kyryll ist zugegen. Als er endlich erscheint, huldvoll die Menge grüßt, bevor er in seinen Mercedes mit Standarte steigt, bekreuzigt und verneigt sich alles und liest handgeschriebene Zettel vor, auf denen offenbar die Namen von Angehörigen stehen, für die Gunst erbeten wird. Die anderen Popen lassen sich die Hand küssen und segnen kleine Kinder. Der orthodoxe Glauben ist erkennbar tiel verwurzelt.
Außerhalb des Klosters liegt der Prominentenfriedhof, dessen unzählige Grabmale meist sehr künstlerisch gestaltet sind. Hier sind Künstler und Dichter (Gogol), Politiker (ich entdecke das Grab von Abbrassimov, dem ehemaligen Botschafter in Deutschland), Militärs und Parteigrößen beigesetzt.
Zurück an der Moskva suchen wir nach einer Anlegestelle der Touristenboote und finden sie in der Nähe der Fußgängerbrücke, über die ich heute Morgen gelaufen bin.

Sozialistischer Baustil

Sozialistischer Baustil

Wir fahren eineinhalb Stunden den Fluss hinunter, am Kreml, sozialistischen Prachtbauten und mehreren Klöstern vorbei , bis wir unerwartet an irgendeiner Stelle an Land gesetzt werden.
Blick von der Moskva auf den Kreml

Blick von der Moskva auf den Kreml


Gemeinsam mit einem netten deutsch-russischem Paar (sie in Burjatin, er Dresdner, sie leben in Berlin) suchen wir die nächste Metrostation. Die Suche nach einem Restaurant erweist sich als langwierig und wegen des Straßenlärms nervig., aber letzlich erfolgreich im Arbat. Gegen halb zehn zurück im Hostel holen wir nur unser Gepäck ab und fahren mit der Metro zum Jaroslawler Bahnhof, von dem um 23.25Uhr unser Zug abgeht. Am Bahnsteig 2 fährt geradeunser Express ein. Aus den Waggons duftet es nach Kohlenfeuern, mit dem das Heißwasser hergestellt. Unsere Wagenschafferin ist eine freundliche ältere Frau. Kaum haben wir uns in unserem Abteil häuslich eingerichtet (tatsächlich passt alles Gepäck rein!), setzt sich der Zug in Bewegung. Das Abenteuer kann beginnen!

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