Unser zweiter Tag in Riga

August 6, 2009 at 6:08 am (Uncategorized)

4. August
Wir müssen die Uhren eine Stunde vorstellen, deshalb ist es halb zehn, bis wir zum Frühstücken kommen. Meine Versuche, über WLAN oder LAN an Emails und Internet zu kommen, scheitern trotz Unterstützung des Personals. Wir stellen fest, dass unsere Bahnreise nach Moskau auf den Freitag gebucht ist statt wie von uns geplant am Donnerstag. Wir laufen durch einen kleinen Park entlang eines Flüsschens zum Bahnhof, und versuchen, umzubuchen. Dort ist man sehr freundlich („kein Problem!“), schickt uns aber schließlich in die Altstadt zu einem Reisebüro. Die meinen lakonisch, sie könnten uns nur neue Karten verkaufen, aber nix ist mit umbuchen. Eigentlich bin ich ganz erleichtert, denn Riga ist so schön, dass wir es ohne weiteres hier vier Tage aushalten können, auch wenn uns für Moskau nur zwei Tage bleiben. Ich habe noch in keiner Stadt (Wien, Budapest, Prag, Krakau) so viele prachtvolle Jugendstilbauten wir hier gesehen, die meisten schon jetzt liebevoll restauriert, während andere doch schon recht brüchig aussehen. Übrigens ist auch unser Hotel in einem Jugendstilgebäude untergebracht. Nach einem Cappuccino machen wir uns erfolgreich auf die Suche nach einem Copyshop, wo wir unsere Pässe und Visa kopieren. Wir haben zwar schon digitale Kopien im Internet deponiert, aber diese wollen wir in Russland anstelle unserer Originalpässe bei uns tragen. Man weiß ja nie..
Nachmittags ziehen wir mit Tessa und Fotoapparat noch einmal los, um die ganze Schönheit digital einzufangen. In der Altstadt landen wir auf der Suche nach einem Imbiss auf dem Domplatz in einer Art Biergarten, wo just in diesem Moment eine Rockgruppe, bestehend aus einem älteren und einem jungen Mann auf einem alten Feuerwehrauto sitzend ziemlich guten Rock aus den 70-er und 80-er Jahren präsentieren. Danach tritt eine spanische (brasilianische?) Gruppe auf, mit einer Sängerin, zwei akustischen Gitarren und einem Schlagzeuger und der entsprechenden Musik auf. Zu uns stoßen Eveline und Jörg, das Geschwisterpaar von der Fähre, die wir zuvor schon am Bahnhof getroffen hatten. Auf dem Rückweg wird es schon dunkel, obgleich weiterhin sommerlich mild.

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